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Löschzug Leeden

Leedener Gerätehaus

Das Leedener Feuerwehrgerätehaus
Löschzugführer: Hartmut Wiggermann
Stellv. Löschzugf.: Wieland Fortmeyer
Anschrift Gerätehaus: Stift 34
49545 Tecklenburg
Tel. 05481-4693


Löschzug Aktuell

Den Dienstplan für den kommenden Monat und Rückblick auf den letzten Monat können Sie hier herunterladen.

Chronik des Löschzuges Leeden
Die organisierte Brandbekämpfung ist in der Region um Leeden seit dem frühen 18. Jahrhundert bekannt. Bereits im Jahre 1812 gab es hier eine Feuerspritze, die dem Stift gehörte und der Gemeinde zu Benutzung überlassen wurde, wo sie noch bis 1927 ihren Dienst verrichtete. In dieser frühen Zeit war das Feuerlöschwesen in Form einer Pflichtfeuerwehr organisiert in der laut der Feuerverordnung jeder arbeitsfähige Bürger verpflichtet war im Brandfall Dienst in der Brandwehr zu leisten. Die Löschgeräte musste damals noch jeder Bürger selbst stellen: einen Brandhaken und zwei Feuereimer welche bei der jährlichen Feuerschau auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft wurden.
Am Sonnabend, dem 19. Dezember 1931 versammelten sich unter Leitung des Brandmeisters der Pflichtwehr neben den zahlreichen Gemeindeglieder der Kreisbrandmeister und der Bürgermeister in der Gastwirtschaft Schwermann um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Nach einer Aussprache meldeten sich danach etwa 30 Männer zum Beitritt.
Erste Feuerwehr

Die erste Feuerwehr (1932)

Erste Pumpe

Die erste Pumpe (1932)
Am 9. Januar 1932 fand im gleichen Lokal die erste Versammlung statt auf der berichtet wurde, dass die Westfälische Provinzial-Feuer-Societäts-Direktion 250,- Mark und die Gesellschaft Concordia Hannover 50,- Mark zur Verfügung gestellt hätten.
Das Geld der beiden Versicherungen reichte jedoch nicht einmal für die notwendigsten Ausrüstungsgegenstände. Darum wurde beschlossen, dass die Mitglieder ihre Röcke selber bezahlen sollten. Wegen der schwierigen Finanzlage wurde außerdem beschlossen zunächst nur 20 Mitglieder der Wehr auszurüsten.
Bis zum 7. Februar 1932 war die Zahl der Mitglieder auf 38 gestiegen, weshalb entschieden wurde, um die notwendige Ausrüstung sicherzustellen, eine Haussammlung durchzuführen die immerhin 128,60 Mark einbrachte. Außerdem ließen sich ältere Herren in diesen Tagen als passive Mitglieder aufnehmen um die junge Wehr zu unterstützen.

Am 20. Februar 1932 wurde auf der dritten Versammlung der Auftrage für die Ausrüstung der Kameraden an die Firma Henkel in Bielefeld vergeben. Die Röcke wurden jedoch von einem lokalen Schneidermeister gefertigt, der sich bereit erklärt hatte diese für 11 Mark das Stück zu liefern - das äußerste Angebot einer Firma hatte bei 11,40 Mark gelegen. Des Weiteren wurde das unentschuldigte Fehlen bei einer Versammlung mit einer Geldstrafe von 1 RM und von einer Übung auf 0,50 RM festgesetzt. Die passiven Mitglieder wurden zu einer jährlichen Zahlung von 2 RM verpflichtet.
Nachdem die Grundlagen gelegt waren wurden die Statuten der Freiwillige Feuerwehr Leeden am 29. August vom Landrat des Kreises Tecklenburg genehmigt und damit in ihrer Form anerkannt.
Als Unterstand für Ausrüstung und Gerätschaft diente der Wehr bis 1952 das Schwermann'sche Spritzenhaus. Fenster, Türen und das Dach waren jedoch undicht, weshalb das Gerät zu rosten begann. Danach zog man in ein neues Feuerwehrgerätehaus um, das reichlich Raum für die Wehr bot.

Demonstration Handpumpe

Demonstration der alten Handpumpe
Durch die zahlreichen Einsätzen in dem letzten Weltkrieg wurde es dann 1957 nötig das Gerät zu erneuern. Schläuche wurden ausgetauscht und sogar etwas neues Waldbrandgerät konnte angeschafft werden.
Im Jahre 1958 beteiligte unsere Wehr sich mit großem Erfolg an der 900-Jahrfeier von Leeden. Den Höhepunkt bildete eine Schauübung nach altem Muster. Mehrere tausend Menschen erlebten hier das Abbrennen eines Holzschuppens und das schnelle Eingreifen der Leedener Wehr. Natürlich gab es auch "Verletzte", die zunächst geborgen und dann auch behandelt wurden. Danach begannen unter Leitung von Brandmeister Heinrich Rawig die von den Leedener Feuerwehrleuten mit viel Einsatz und Eifer vorbereiteten Leistungswettkämpfe.

Seit dem Jahre 1959 hat auch die Freiwillige Feuerwehr Leeden an dem Pokalwettkampf der Feuerwehren des Kreises Tecklenburg, später des Kreises Steinfurt teilgenommen. 1961 konnte sie einen beachtlichen 3. Platz (Silberplakette) auf Kreisebene erringen was für die Wehr eines so kleinen Dorfes ein großer Erfolg ist. In den Jahren 1963 und 1965 gelang dann sogar der ganz große Wurf: Bei den Pokalwettkämpfen auf Kreisebene wurde die Wehr Erster. Durch diese Qualifizierung durfte bei den Ausscheidungskämpfen auf Landesebene gestartet werden. Im September 1965 gelang der Wehr dann wohl ihr bislang größter Erfolg. Die Mitglieder der Wettkampfgruppe erhielten aus den Händen des damaligen Regierungspräsidenten Schneeberger die Siegerurkunde und einen Silberpokal.
Man erzählte sich, dass nach einem dieser Wettkämpfe ein Feuerwehrmann nicht nur Würstchen sondern auch Blumen zur Stärkung gegessen haben soll.
Siegreiches Wettkampfteam

Siegreiches Wettkampfteam

Sämtliche Pokale, Plaketten und Urkunden kann man in einer Vitrine im Gerätehaus auch heute noch sehen.
1975 wurden im Rahmen der Gebietsreform die Wehren der Gemeinden Brochterbeck, Ledde, Leeden und Tecklenburg zur Freiwilligen Feuerwehr Tecklenburg zusammengefasst. Seitdem bestehen in den vier Ortsteilen Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Tecklenburg. Diese Neuorganisation hat sich in den folgenden Jahren sehr gut bewährt.
Viele Einsätze sind seitdem von allen vier Löschzügen gemeinsam erfolgreich absolviert worden.

So gilt seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Leeden im Jahre 1932 bis zum heutigen Tage in Leeden das Motto des Wahlspruchs aller Feuerwehrleute: Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr

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