Lage:
Der Löschzug Ledde wurde um 21:27 über die
Leitstelle mittels Funkrufmelder alarmiert. Das Einsatzprotokoll
der Kreisleitstelle wies einen Kleinbrand, „brennt
Holzstapel auf Gelände“ aus. Bei Ankunft
des ersten Fahrzeuges (TLF 16, Ledde) stellte der Einsatzleiter
einen Vollbrand des rechten Hallentraktes fest. Hierbei
handelte es sich um eine teilweise offene Halle in Holzbauweise
mit eingebauter Trockenkammer für Holz. Es waren
Paletten mit Holz, Holzkohle und Verpackungsmaterial
gelagert. Beim linken Gebäudetrakt handelt es sich
um eine geschlossene Bauweise. Die Räume waren
als Lager / Werkstatt ausgebaut und grenzen direkt an
das Hauptgebäude.
Maßnahmen:
Vom TLF 16/25 des Löschzuges Ledde wurde der 1.
Löschangriff vom Holzplatz vorgenommen. 7 Minuten
nach Alarmierung waren 2 C- Rohre in Stellung gebracht.
Sofort wurden die Löschzüge Tecklenburg und
Leeden nachalarmiert. Ein 2. Löschangriff wurde
vom LF 8 Ledde von der Gebäuderückseite (Wichernstraße)
vorgenommen. Beide Löschangriffe hatten zum Ziel
ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzenden
Hauptgebäude zu verhindern.
Das weitere Erkunden der Einsatzstelle ergab eine Unklare
Lage im Bezug auf Brandausbreitung im Dachbereich. Die
Drehleiter der Feuerwehr Lengerich wurde alarmiert.
Der Löschzug Tecklenburg wurde für die Unterstützung
der Löscharbeiten im Abschnitt 1 (Holzplatz) eingesetzt.
Der Löschzug Leeden unterstützte bei der Brandbekämpfung
im Abschnitt 2 (Wichernstraße).
Nach dem Öffnen der Trockenkammer, wurde im Inneren
ein Vollbrand festgestellt. Zur Sicherstellung genügender
Einsatzkräfte (Atemschutzgeräteträger)
wurde der Löschzug Brochterbeck, und kurze Zeit
später auch der GW Atemschutz aus Ibbenbüren
alarmiert.
Zum Eigenschutz wurde ebenfalls ein RTW angefordert.
Wasserentnahmestellen wurden von Unterflurhydranten
an der Wichernstraße und an der Ledder Dorfstraße
eingerichtet. Zum Aufbau der Löschwasserversorgung
von der Dorfstraße, durch den Löschzug Leeden,
wurde die Dorfstraße kurzzeitig gesperrt. Eine
weitere Wasserentnahmestelle wurde vom Löschwasserbehälter
der Ledder Werkstätten aufgebaut.
Einsatzkräfte, ausgerüstet mit Atemschutzgerät,
brachten mit Hubwagen der Ledder Werkstätten Paletten,
Gitterboxen und Stapel mit Holz und Holzkohle ins Freie.
Nach dem Ablöschen wurden sie mit einem Gabelstapler
aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Für die weiteren Räumungsarbeiten wurde ein
Traktor der Ledder Werkstätten zum Einsatz gebracht.
Im Einsatz waren 113 Einsatzkräfte der Feuerwehr,
21 Feuerwehr- und Sonderfahrzeuge. 18 Trupps wurden
unter Atemschutz eingesetzt. Es wurden 7 C- Rohre, 2
B- Rohre (1 Wenderohr) eingesetzt.
Während des Einsatzverlaufes wurde der Leiter
der Feuerwehr Wilhelm Kortlüke, der stellv. KBM
Reinhard Meyer verständigt. Weiterhin waren der
Bürgermeister Wilfried Brönstrup, und der
Geschäftsführer der Ledder Werkstätten
informiert.
Durch den massiven Löschangriff, das vorgehen
mehrer Trupps im Innenangriff, als auch das Kühlen
der Dachhaut durch Einsatz des Wenderohrs der Drehleiter
konnte der Brandschaden im linken Gebäudeteil gering
gehalten werden. Das Hauptgebäude wurde nicht beschädigt.
Kleine Geschichte am Rande:
Anfang des Jahres wurde durch den TÜD die
TS8/8 des Ledder LF8 überprüft und ein Defekt
des Pumpenteils festgestellt. Trotz der Empfehlung des
TÜD, das aufgrund des Baujahres der Pumpe (29 Jahre
alt), eine Reparatur den Zeitwert überschreite, haben
die Kameraden des Löschzuges Ledde die Pumpe repariert,
und unter Mithilfe des TÜD wieder In Betrieb genommen.
Die Ersatzteile wurden von der Stadt Tecklenburg beschafft.
So konnte, mit geringem finanziellen Aufwand, die Pumpe
6 Tage vor dem Brand in den Ledder Werkstätten einsatzbereit
gemeldet werden.
Der „Probelauf“ fand an der Wasserentnahmestelle
Wichernstraße erfolgreich statt. |


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