Dramatisch
sieht es am Samstagnachmittag an den Herkensteinen in
Leeden aus, als starker Rauch aus dem Dach des Hauses
der Familie Menebröcker/Peters dringt. Kurze Zeit
später ertönen die Funkmeldeempfänger
der Leedener Feuerwehrkameraden mit der Meldung: Zimmerbrand
an den Herkensteinen, zwei Personen werden vermisst.
Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass es sich dabei
um eine Alarmübung handelt, die von Oberbrandmeister
Martin Reiffenschneider und dem Leiter der Feuerwehr,
Wieland Fortmeyer, ausgearbeitet wurde.
Sieben Minuten nach dem Alarm trifft das erste Fahrzeug
aus Leeden an der Einsatzstelle ein. Schnell gibt der
Einsatzleiter eine Rückmeldung an die Kreisleitstelle
in Rheine: „Starke Rauchentwicklung aus dem Dach,
den Löschzug Ledde zur Einsatzstelle“. Umgehend
wird die Einheit alarmiert.
Dann geht alles ganz schnell. Ein Trupp wird mit Atemschutzgeräten,
Brechwerkzeug und C- Rohr zur Suche der vermissten Personen
in das Haus geschickt. Zwei weitere Kameraden bleiben
als Sicherungstrupp draußen in Bereitschaft stehen,
um den Kameraden schnell zur Hilfe kommen zu können,
wenn diese in Not geraten. Wenige Minuten später
treffen die Feuerwehrmänner aus Ledde ein, die
sofort bei der Personensuche unterstützen. Eine
Leiter wird an das Fenster des Obergeschosses angestellt.
Ein aufgebauter Lüfter drückt den Brandrauch
aus dem Gebäude. So wird die Sicht für die
Einsatzkräfte verbessert und der gefährliche
Brandrauch aus den Räumen entfernt.
Eine Wasserentnahmestelle wird an der Leedener Straße
eingerichtet, von der mit Tankfahrzeugen Löschwasser
herangeschafft wird. Dann meldet der erste Trupp, dass
eine Person gefunden und gerettet ist. Kurze Zeit später
ist auch die zweite Person entdeckt und in Sicherheit
gebracht. Zeitgleich wird in Nähe des Gebäudes
ein Gastank mit Wasser gekühlt und weitere Strahlrohre
werden zur Bekämpfung der Flammen im Dach eingesetzt.
Nach gut einer Stunde meldet der Einsatzleiter Übungsende.
Die Geräte werden ordnungsgemäß verstaut
und die Fahrzeuge einsatzbereit gemacht, dann geht es
zur gemeinsamen „Manöverkritik“. Die
Organisatoren danken den Kameraden für das zahlreiche
Erscheinen und sind mit dem Verlauf der Übung zufrieden.
Die gesetzten Übungsziele wurden erreicht und die
Zusammenarbeit der beiden Löschzüge funktionierte
einwandfrei. Auch der Familie Peters/Menebröcker
gilt ein großer Dank, denn solche Übungsmöglichkeiten
in einem Haus, welches in Kürze abgerissen wird,
stehen leider nicht häufig zur Verfügung.
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