Am Samstag dem 12.07.2008 trafen sich die Mitglieder des Löschzug Tecklenburg zu einem Dienstabend der etwas anderen Art. Der Dienstabend war in diesem Zusammenhang allerdings über den kompletten Samstag verteilt. Start war um 8:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Gerätehaus. Während dessen wurde die erste, und an diesem Tag auch größte Übung, gründlich besprochen. Es handelte sich dabei um einen Chlorgasaustritt am Waldfreibad in Tecklenburg, welcher beim Tausch der Flaschen geschehen ist. Nachdem die letzten Fragen geklärt worden sind, rückte der Löschzug mit dem Eeinsatzleitwagen (ELW), Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 und dem Löschgruppenfahrzeug (LF) 8/6 –vollbesetzt- aus. Unterstützt wurde der Löschzug durch den Gerätewagen-Mess der Feuerwehr Lengerich, welche uns freundlicherweise das Fahrzeug samt Übungsmaterial zur Verfügung stellten. Am Freibad angekommen konnte der erstvorgehende Trupp eine bewusstlose Person –diese wurde von einem Feuerwehrkameraden gespielt- retten. Anschließend wurden die Chlorgasdämpfe mit Wasser niedergeschlagen. Während dessen wurde alles für die spätere Notdekontamination der Einsatzkräfte bereit gemacht und der Bereich großräumig –unter Beachtung der Windrichtung- abgesperrt. Parallel rüsteten sich 4 Kameraden mit den Übungs-CSA (Chemikalien-Schutzanzug) aus und führten Messungen im Chlorgasraum durch. Nachdem das Ventil der Chlorgasflasche zugedreht wurde gab es dann schnell vom Übungsleiter das Stichwort „Übungsende“. Anschließend wurde die Übung ausgiebig besprochen. „Diese ausführlichen Besprechungen finden oft während der Dienstabende unter der Woche nur kurz oder gar nicht statt, da die Zeit dazu fehlt“ so einer der beiden Organisatoren Stefan Sass. Alles in allem ist die Übung gut verlaufen.
Zurück im Gerätehaus wurden die Fahrzeuge bestückt und während die neue Übung vorbereitet wurde, konnte sich die Mannschaft im Gerätehaus stärken. Gegen 12:00 Uhr wurde der Löschzug dann mit dem Stichwort „vermisste Person“ in die Schloßstraße gerufen. Dort angekommen stellte sich heraus, dass sich ein Kind in der Bastion verirrt hatte und vermisst wurde. Kaum mit der Übung begonnen, wurde der „Übungsleiter“ mit dem Stichwort „Garagenbrand; Bogenstr. 6; vermisste Person“ konfrontiert. Dieser schickte dann das TLF 16/25 zur Bogenstraße. Der Fahrer des TLF 16/25 bewies dabei ein gewisses fahrerisches Geschick, da er rückwärts –natürlich mit Einweiser- die Schloßstraße hochfahren musste und oben das Fahrzeug auf engsten Raum wenden musste. „Wenn so etwas während des Verkaufs von Freilichtbühnenkarten geschieht, wäre ein Durchkommen unmöglich gewesen“ meinte der Fahrer sichtlich genervt. Die beiden Übungen liefen zeitgleich ab und wurden ebenfalls zur vollsten Zufriedenheit abgearbeitet. Zurück im Gerätehaus wurden die Fahrzeuge wieder bestückt und daran anschließend gab es die ersehnte Mittagspause. Nach dem sich alle gestärkt hatten und sich eine gewisse Müdigkeit breitmachte, kam das neue Einsatzstichwort „Waldbrand Königsstraße / Haus Mark / Königssee“. Wieder rückte der Löschzug komplett aus und fand einen angenommenen Waldbrand rund um den „Breiter Teich“ vor. Ziel der Übung war die Wasserförderung über lange Wegstrecken und das Zusammenarbeiten der Maschinisten des LF 8/6 und des TLF 16/25. Auch hier erfüllten Mensch und Maschine die gewünschten Vorgaben. Gegen 17:00 Uhr wurde dann das Übungsende eingeläutet und die Kameraden rückten ein.
Im Gerätehaus angekommen wurde der Löschzug schon von einem Mitarbeiter des Wasserversorgungsverbandes erwartet. Es stellte sich heraus, dass seit Übungsende auf der Bogenstraße „braun getrübtes Wasser „ aus den Leitungen kommt. „Ein komischer Zufall, aber wir können nicht der Verursacher gewesen sein“ so der Übungsleiter Tim Teerling. „Es fand auf der Bogenstraße eine Trockenübung statt. Lediglich die Leitung bis zum Verteiler wurde mit Wasser gefüllt, und das wurde aus dem Tankwagen entnommen und nicht aus dem Hydranten“.
Um 19:00 Uhr waren dann alle Fahrzeuge wieder voll bestückt im Gerätehaus und es gab eine Manöverkritik. Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich ein solcher Tag lohnt und das dieser ein mal jährlich –zu verschiedenen Jahreszeiten- wiederholt werden soll. Gegen 19:30 Uhr endete dann der erste Übungstag des Löschzug Tecklenburg. |
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Einsatzkräfte rüsten sich mit Chemikalienschutzanzuegen aus.
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Die Besatzung des LF 8/6 bereitet während dessen schon mal die Notdekontamination vor. << zoom>> |
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Ein CSA Trupp kehrt vom Einsatz zurück.<< zoom>> |
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Anschliessend wurden die Anlagen im Freibad kurz besichtigt. << zoom>> |
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Die "vermisste Person" in der Bastion... << zoom>>
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