Tecklenburg.
„Danke Herr Bürgermeister, ich trete ab“.
In der ihm eigenen Art aber dennoch bewegend hat sich
Wilhelm Kortlüke verabschiedet. Als langjähriger
Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Tecklenburg wurde der
Stadtbrandinspektor mit einer würdigen Feier aus
seinem Amt offiziell entlassen. Ihm zu Ehren wurde auf
dem Marktplatz der „Große Zapfenstreich“
intoniert. Eine gelungene Überraschung für den
Mann, der über ein Vierteljahrhundert des Feuerwehrgeschehens
in Tecklenburg und seinen Ortsteilen geprägt hat.
„Ich wusste ja schon, als ich das Amt antrat, wann
spätestens für mich Schluss sein wird. Dennoch
ist es ein bewegender Moment, in dem ich allen Dank sagen
möchte, die mich in meiner Arbeit unterstützt
haben. Sie hat mir unheimlich viel Spaß gemacht“,
erklärte Wilhelm Kortlüke in seiner Abschiedsrede,
in der er immer wieder seine Mitstreiter in den Vordergrund
rückte. Typisch für den sympathischen Stadtbrandinspektor
a. D..
|
 |
| Bürgermeister
Wilfried Brönstrup (links) überreichte
Wilhelm Kortlüke im Beisein seiner Frau Liesel
Wilhelm Kortlüke die Entlassungsurkunde.
<<
zoom>> |
|
 |
| Die
Wehrführer und Vertreter aus den Nachbargemeinden
verabschiedeten Tecklenburgs Stadtbrandinspektor
Wilhelm Kortlüke mit einem schwergewichtigen,
flüssigen Geschenk in den Ruhestand.
<<
zoom>> |
|
|
Er ließ
den Blick in die Anfangsjahre zurück schweifen, erinnerte
an Leedens Wehrführer Otto Schnepper, den er beerbte,
an die ehemaligen Kreisbrandmeister Adolf Grundmann aus
Lengerich (für den ehemaligen Kreis Tecklenburg)
und Karl Krüselmann (für den neuen Kreis Steinfurt)
oder an die Zeit mit dem damaligen Tecklenburger Stadtdirektor
Werner Schröder, unter dem er seinerzeit zum Stadtbrandmeister
ernannt wurde. „Es sind viele schöne Erinnerungen
dabei, vor allem die kameradschaftlichen Erlebnisse. Aber
es gab auch Trauer und schwere Zeiten. Und wenn ich jemanden
mal auf die Füße getreten haben, so möchte
ich mich dafür entschuldigen. Ich habe immer den
Blick nach vorne gerichtet, damit es weiter geht. Meinem
Nachfolger wünsche ich eine glückliche Hand“,
mit diesen Worten trat Wilhelm Kortlüke unter tosendem
Beifall der vielen Gäste im Kulturhaus ab.
Ganz ohne Laudationen ging die Verabschiedung natürlich
nicht ab. Bürgermeister Wilfried Brönstrup,
der zu dieser Feier, die vom Spielmannszug Velpe musikalisch
begleitet wurde, eingeladen hatte, bezeichnete den scheidenden
Stadtbrandinspektor als einen Feuerwehrmann von echtem
Schrot und Korn. „Wilhelm Kortlüke steht für
die Feuerwehr“, verdeutlichte der Bürgermeister.
Er zeigte den Werdegang des Leedener Kaufmanns auf: 1.
Januar 1966 Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr, 1971
Ernennung zum Brandmeister, 1977 stellvertretender Löschzugführer
Leeden, 1980 Löschzugführer Leeden und stellvertretender
Wehrführer der Stadt Tecklenburg, 1984 Ernennung
zum Stadtbrandmeister. |