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„Herr Bürgermeister, ich trete ab“ (07.01.2008)


Bericht & Fotos: Detlef Dowidat (Westfälische Nachrichten)

Tecklenburg. „Danke Herr Bürgermeister, ich trete ab“. In der ihm eigenen Art aber dennoch bewegend hat sich Wilhelm Kortlüke verabschiedet. Als langjähriger Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Tecklenburg wurde der Stadtbrandinspektor mit einer würdigen Feier aus seinem Amt offiziell entlassen. Ihm zu Ehren wurde auf dem Marktplatz der „Große Zapfenstreich“ intoniert. Eine gelungene Überraschung für den Mann, der über ein Vierteljahrhundert des Feuerwehrgeschehens in Tecklenburg und seinen Ortsteilen geprägt hat.

„Ich wusste ja schon, als ich das Amt antrat, wann spätestens für mich Schluss sein wird. Dennoch ist es ein bewegender Moment, in dem ich allen Dank sagen möchte, die mich in meiner Arbeit unterstützt haben. Sie hat mir unheimlich viel Spaß gemacht“, erklärte Wilhelm Kortlüke in seiner Abschiedsrede, in der er immer wieder seine Mitstreiter in den Vordergrund rückte. Typisch für den sympathischen Stadtbrandinspektor a. D..


Bürgermeister Wilfried Brönstrup (links) überreichte Wilhelm Kortlüke im Beisein seiner Frau Liesel Wilhelm Kortlüke die Entlassungsurkunde.
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Die Wehrführer und Vertreter aus den Nachbargemeinden verabschiedeten Tecklenburgs Stadtbrandinspektor Wilhelm Kortlüke mit einem schwergewichtigen, flüssigen Geschenk in den Ruhestand. << zoom>>

Er ließ den Blick in die Anfangsjahre zurück schweifen, erinnerte an Leedens Wehrführer Otto Schnepper, den er beerbte, an die ehemaligen Kreisbrandmeister Adolf Grundmann aus Lengerich (für den ehemaligen Kreis Tecklenburg) und Karl Krüselmann (für den neuen Kreis Steinfurt) oder an die Zeit mit dem damaligen Tecklenburger Stadtdirektor Werner Schröder, unter dem er seinerzeit zum Stadtbrandmeister ernannt wurde. „Es sind viele schöne Erinnerungen dabei, vor allem die kameradschaftlichen Erlebnisse. Aber es gab auch Trauer und schwere Zeiten. Und wenn ich jemanden mal auf die Füße getreten haben, so möchte ich mich dafür entschuldigen. Ich habe immer den Blick nach vorne gerichtet, damit es weiter geht. Meinem Nachfolger wünsche ich eine glückliche Hand“, mit diesen Worten trat Wilhelm Kortlüke unter tosendem Beifall der vielen Gäste im Kulturhaus ab.

Ganz ohne Laudationen ging die Verabschiedung natürlich nicht ab. Bürgermeister Wilfried Brönstrup, der zu dieser Feier, die vom Spielmannszug Velpe musikalisch begleitet wurde, eingeladen hatte, bezeichnete den scheidenden Stadtbrandinspektor als einen Feuerwehrmann von echtem Schrot und Korn. „Wilhelm Kortlüke steht für die Feuerwehr“, verdeutlichte der Bürgermeister. Er zeigte den Werdegang des Leedener Kaufmanns auf: 1. Januar 1966 Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr, 1971 Ernennung zum Brandmeister, 1977 stellvertretender Löschzugführer Leeden, 1980 Löschzugführer Leeden und stellvertretender Wehrführer der Stadt Tecklenburg, 1984 Ernennung zum Stadtbrandmeister.

   

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