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Waldbrandgefahr!

Hitze und Trockenheit lassen auch in Deutschland die Gefahr von Waldbränden steigen. Eine leichtfertig weggeworfene Zigarettenkippe, eine vergessene Glasflasche, die wie ein Brennglas wirkt, oder ein nicht sachgemäß gelöschtes Grillfeuer können bei diesen Temperaturen und der langen Trockenheit schnell verheerende Auswirkungen haben. Waldbrände entstehen unter natürlichen Bedingungen durch Blitzschlag, Vulkanische Aktivitäten und Selbstentzündung. In Deutschland spielt als natürliche Entstehung die Selbstentzündung und Blitzeinschlag eine Rolle. Allerdings ist auch der Mensch selbst nicht ganz unschuldig.

Teilweise ist es unbekannt, dass es –grundsätzlich- von März bis zum 31. Oktober verboten ist, im Wald und auf Moor- und Heideflächen zu rauchen oder offenes Feuer zu entzünden und das Grillen nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt ist!

Selbstverständlich, nicht nur bei Waldbrandgefahr, sollte das Vermeiden von Müll, z. B. Brennglaseffekt, in Waldgebieten sein. Der unvorsichtige Umgang mit offenem Feuer im Wald und Waldesnähe führt nachweisbar zu den meisten Waldbränden. Unachtsamkeiten wirken sich besonders verheerend aus, wenn die Waldbrandgefahr erhöht ist.


Folgende Faktoren und Voraussetzungen begünstigen die Entstehung von Waldbränden:

• Klimavoraussetzung
  - längere, warme Trockenperioden
  - trockne Winde
  - häufig bei Auflösung von Hochdruckwetterlagen
• Jahreszeit
  - Mitte März-Mai: ausreichend vorhandene, trockene Bodenvegetation
  - Juni/Juli: Sommerdürre
• Tageszeit
  - Entzündungsgefahr beginnt ab ca. 10 Uhr, da Morgentau verdunstet ist
•Waldtyp
  - starke Gefährdung besteht für dichtstehende Nadelholzreinbestände, bis
    zum Alter von 40 Jahren, vor allem bei Kiefer
  - am wenigsten gefährdet sind Altholz-Mischbestände
  - Laubholz-Unterstand unter Nadelholzbeständen wirkt sich positiv auf das
    Bestandessinnenklima aus und vermindert daher die Entzündungsgefahr
  - trockene, sandige Standorte mit geringer Wasserversorgung
  - trockene Grasdecken, Reisig, Heidevegetation


Wenig bekannt ist auch die Tatsache, dass schon im Vorfeld die bestehenden Waldschäden die Waldbrandgefahr noch mehr erhöhen. Die verlichteten Kronen geschädigter Bäume fördern den Graswuchs auf dem Boden. Die im Winter abgestorbene Grasschicht wirkt im Frühjahr wie ein "Brandbeschleuniger", so dass nicht nur in den Hitzeperioden im Sommer, sondern gerade auch im Frühjahr, im April und Mai nach längerer Trockenheit, die Waldbrandgefahr außerordentlich hoch ist. Gleichzeitig behindert der stärkere Graswuchs die Wasserversorgung des Baumes, so dass er trockener und leichter entflammbar ist.

Übrig bleiben nach einem schweren Waldbrand nur verkohlte Baumleichen, die obersten Erdschichten sind völlig zerstört. Viele Jahre dauert es, bis ein abgebrannter Wald wieder aufgeforstet werden kann, und einige Jahrzehnte, bis alles wieder wächst und gedeiht.

So können Waldbrände vermieden werden:
• Informationen aus Radio, Fernsehen und Zeitungen beachten.

• Auskünfte beim Forstdienst, der Feuerwehr oder auf den
   Internet-Seiten des DWD einholen.

• Feuerverbote unbedingt einhalten!

• Fahrzeuge nicht auf trockenen Grasflächen abstellen. (Katalysatoren von
   Auspuffanlagen erzeugen eine erhebliche Hitze!)

• Werfen Sie keine brennenden Zigarettenreste aus dem Autofenster.

• Grillen Sie nur an den dafür vorgesehenen Plätzen unter Einhaltung der
   üblichen Sicherheitsmassnahmen.

• Vorsicht beim Umgang mit Feuerzeug und Raucherwaren!

• Nehmen Sie Müll, der ggf. beim Picknick im Wald anfällt wieder mit nach
   Hause.

• Beobachtete Waldbrände sofort über Telefon 112 melden!

Das Gebiet rund um Tecklenburg wurde am 25.04.2007 in die Waldbrandgefährdungsstufe 4 (1=sehr geringe Gefahr, 5=sehr hohe Gefahr) eingestuft.

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