| Der heiße Sommer
bringt den meisten Bürgern besondere Genüsse:
Sonnenbaden, Grillabende in lauer Sommernacht und Schwimmvergnügen
an Badeseen und Freibädern. Für die 1,4 Millionen
vorwiegend ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr
hat dieser Sommer aber auch Schattenseiten: Sie werden
unvermittelt vom Sandstrand oder dem Feierabend im eigenen
Garten alarmiert, um Wald- und Flächenbrände
zu löschen, Verletzte nach Grillunfällen zu
versorgen oder Rettungsaktionen bei Badeunfällen
durchzuführen.
Besonders die Wald- und Flächenbrände strapazieren
seit einigen Wochen die Feuerwehren. Das es in Deutschland,
wo stark waldbrandgefährdete Gebiete und eine hohe
Bevölkerungsdichte für ein sehr hohes Waldbrandrisiko
stehen, noch zu keiner gravierenden Katastrophe gekommen
ist, ist allein dem in Europa einzigartigen dichten
Netz aus Feuerwehren zu verdanken, die Waldbrände
im Keim ersticken können. Denn ein Waldbrand, der
erst einmal eine gewisse Größe angenommen
hat, ist - in Verbindung mit einem starken Wind - fast
nicht mehr aufzuhalten.
Die frühe Bekämpfung von Waldbränden
wird durch die Überwachung besonders gefährdeter
Gebiete aus der Luft sowie in einigen Bereichen auch
von stationären Beobachtungstürmen durch die
Feuerwehren bzw. Forstbehörden unterstützt.
Dabei helfen z.B. auch Fliegerstaffeln der Polizeien.
Dort patrouillieren v.a. Hubschrauber und kleinere Flächenflugzeuge,
um Brände sofort lokalisieren zu können und
Einsatzkräfte schnell dorthin zu führen.
Natürlich werden ergänzend auch Meldungen
der sonstigen Fliegerei mit verarbeitet.
Für den Fall, dass durch ungünstige Umstände
ein Waldbrand doch außer Kontrolle der ersteintreffenden
Kräfte gerät, sind in vielen Bundesländern
besondere Verbände speziell zu Bekämpfung
von Waldbränden aufgestellt worden, die auf Anforderung
die Feuerwehren vor Ort unterstützen können.
Diese Einheiten verfügen u.a. über eine große
Anzahl geländegängiger Tanklöschfahrzeuge
und verfügen über die Kapazität, große
Mengen an Löschwasser fördern und transportieren
zu können.
Um Waldbrände zu vermeiden, beachten sie bitte
folgende Hinweise:
- Beachten sie bitte das absolute Verbot von offenem
Feuer im Wald und auf Wiesen, darunter fällt
auch die Glut von Grillfeuern.
- Beachten sie bitte das Rauchverbot.
- Beachten sie bitte behördlich erlassenen Verbote
zum Betreten von Wäldern.
- Werfen Sie bitte keine brennenden Gegenstände
aus den Fahrzeug.
- Fragen Sie die zuständige Forstbehörde,
z.B. nach öffentlichen Grill- und Feuerplätzen
entsorgen Sie leere Glasflaschen nicht in der Natur
Katalysatoren werden während des Betriebs heiß.
Daher dürfen PKWs, Krafträder und landwirtschaftliche
Nutzfahrzeuge nicht auf trockene Wiesen und Waldwege
abgestellt werden.
- Unternehmen sie eigene Löschversuche nur nach
dem Absetzen eines Notrufes und nur wenn sie sich
nicht selbst gefährden.
Beachten Sie die, wo vorhanden und angezeigt, die
Waldbrandwarnstufen. Die für Sie geltenden Waldbrandwarnstufen
werden entweder von den Forstbehörden angeschlagen
bzw. über die Presse mitgeteilt. Sie erhalten darüber
hinaus eine deutschlandweite Übersicht hier: Agrowetter
Sollten sie einen Brand entdecken, informieren sie
umgehend die Feuerwehr unter dem Notruf 112. Dabei sind
möglichst die nachfolgenden Angaben zu machen:
- Wo ist der Brand? (Genaue Angabe des Brandortes)
- Wie groß ist der Brand?
- Was brennt? (Wie lang sind die Flammen?)
- Wie kommt die Feuerwehr am besten dahin? (evtl.
einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren)
- Wer ruft an und wo ist ihr Standort? Bleiben sie
vor Ort, um die Feuerwehr einzuweisen.
Helfen sie bitte mit, unsere Wälder zu schützen.
Für weitere Rückfragen steht ihnen die Freiwillige
Feuerwehr Tecklenburg gern zur Verfügug.
Dieser Text entstand im Forum
auf Feuerwehr.de, hauptsächlich aus der Feder
von Jan Südmersen, BF Osnabrück) |