Freiwillige
Feuerwehr leistete im vergangenen Jahr 11 693 Stunden
im Dienst der Allgemeinheit
11 695 Stunden Gesamtzeitaufwand für Einsätze,
Übungsabende und Fortbildung, 77 Noteinfalleinsätze,
darunter ein Großbrand, und eine aktive Jugendgruppe:
Tecklenburgs Freiwillige Feuerwehr hat Dienstagabend
ihre Bilanz 2004 gezogen. 146 aktive Kameraden, 46 Mitglieder
der Alters- und Ehrenabteilung und 15 junge Leute der
Jugendfeuerwehr ließen das Feuerwehrjahr 2004
zweieinhalb Stunden lang im Saal Heukamp Revue passieren.
„Wir stehen gemeinsam für das Allgemeinwohl
ein. Zusammen sind wir stark!“ Stadtbrandinspektor
Wilhelm Kortlüke beschwor die Gemeinschaft, denn
wo könnte Teamarbeit wichtiger sein als in der
Feuerwehr? Der 57-jährige Wehrführer dankte
seiner Mannschaft, die auch im vergangenen Jahr Leistungsbereitschaft,
Einsatzwillen und Teamgeist bewies, wie die Berichte
der Löschzugführer zeigten.
Clemens Horstmann (Brochterbeck) meldete für 2004
14 Einsätze. 27 Dienstabende fanden mit 75-pro-zentiger
Durchschnittsbeteiligung statt. Der Löschzug hatte
Ende 2004 45 Aktive und fünf Männer in der
Ehrenabteilung. Ein Löschfahrzeug sei 24 Jahre
alt, die Hallentore seien allmählich abgängig,
so Horstmann. Er hofft vor allem auf eine Lösung
in Sachen Lkw-Führerschein. Die CE-Klasse schlägt
locker mit 2000 Euro zu Buche – zu viel für
junge Leute, die inzwischen nicht einmal mehr ohne weiteres
einen Pkw mit Hänger fahren dürfen.
31 Aktive und zehn Männer in der Ehrenabteilung
meldete Hartmut Kreimeier für Ledde. 20 Mal musste
sein Löschzug ausrücken. Es gab 24 Dienstabende,
das Gerät ist in recht gutem Zustand. Wünschenswert
wären neue, isolierte Rolltore und eine Absauganlage
für die Großfahrzeuge.
Elf Mal mussten die Leedener ausrücken, wie Hartmut
Wiggermann berichtete. 37 Aktive tun dort Dienst, in
der Ehrenabteilung sind 14 Männer. 25 Dienstabende
fanden mit 68-prozentiger Beteiligung statt. Das Gerätehaus
so der Löschzugführer, komme allmählich
in die Jahre.
33 Aktive, 15 Mitglieder der Ehrenabteilung, das meldete
Richard Brockmann für Ende 2004. Dienstabende fanden
mit 74-prozentiger Beteiligung statt. Der Einsatzleitwagen
von 1981 und alte Handsprechfunkgeräte merkte der
Löschzugführer an. Die Tecklenburger hatten
37 Einsätze, davon einen als „Straßenbauer“:
Ein tiefes Loch musste mit Kaltbitumen ausgefüllt
werden.
60 Kameraden in sieben Gruppen nahmen am Leistungsnachweis
in Horstmar teil. Dieses Jahr finden der Nachweis (25.
Juni) ebenso wie der Ehrennachmittag (12. Mai) in Saerbeck
statt. Wieland Fortmeyer berichtete von seiner inzwischen
einjährigen Mitarbeit im Führungsstab auf
Kreisebene, der Großschadenslagen koordiniert
und Einsatzpläne entwickelt. Der 16-köpfige
Stab trifft sich regelmäßig.
Norbert Stegemann (Kreisfeuerwehrverband) warb um mehr
Interesse für das Feuerwehr-Erholungsheim in Bergneustadt,
das nun „Haus Florian – Erholungs- und Tagungshotel“
heißt. Der Kreissparkasse galt sein ausdrücklicher
Dank für das Sponsoring von 3000 Heften „Hallo“,
die in der Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten
gebraucht werden.
Bürgermeister sagt Dank
146 Aktive seinen rund um die Uhr bereit, sich für
den Schutz von Menschen, von Hab und Gut – oft
unter persönlicher Gefahr – einzusetzen.
„Die wichtigsten Tugenden, die zur besten Tradition
der Freiwilligen Feuerwehr gehören“, spendete
Bürgermeister Brönstrup der Wehr während
der Hauptversammlung viel Lob im Namen von Rat, Verwaltung
und vor allem der gesamten Bürgerschaft.
Lob gebühre auch dem guten Ausbildungsstand und
der Kameradschaft. Die Teilnehmerzahl beim Stadtfeuerwehrfest
dürfe aber ruhig noch größer werden.
Brönstrup streifte die prekäre finanzielle
Situation der Stadt und betonte, dass – ganz entgegen
der Finanzausstattung – das Feuerlöschwesen
eine Pflichtaufgabe der Kommune sei Die Ausstattung
mit modernen Großfahrzeuge könnte besser
sein, aber die Feuerschutzpauschale von 38 000 Euro
im Jahr lasse keine großen Sprünge zu, wenn
man bedenke, dass ein gebrauchtes Löschfahrzeug
locker 230 000 Euro koste. Der Bürgermeister gab
sich trotzdem optimistisch: „Die Feuerwehr-Welt
ist in Tecklenburg in Ordnung. Sein Dank ging auch an
die Familien, die das Amt der Kameraden stets auch mittragen.
Ausbildung, Atemschutz: Der „KBM“
berichtet
Er ist Ehrenbeamter des Kreises und seit 36 Jahren
mit Leib und Seele Feuerwehrmann: Dienstagabend ergriff
auch der Kreisbrandmeister Wolfgang Elfers das Wort
und überbrachte die Grüße vom Landrat
und Kreis.
Ihm bereitet zunehmend Sorge, dass immer mehr Wehren
und Löschzüge tagsüber berufsbedingt
kaum, noch einsatzfähig seien. Auf rund 30 Prozent
schätzt er die Zahl der Männer, die während
des Tages noch vor Ort einsetzbar seien. Durch gezielte
Einstellungen von Feuerwehrmännern in Verwaltungen
und Bauhöfen könne man dem ein bisschen entgegen
wirken. Kritisch sieht Elfers auch die Pauschale aus
der Feuerschutzsteuer. Teure Neuanschaffungen von Fahrzeugen
seien kaum leistbar, das Material veralte permanent.
Lobende Worte fand Elfers für die neue Atemschutzübungsstrecke
in Rheine, von der die Kameraden regen Gebrauch machen
sollten. Als sinnvoll und entlastend für den Funkkanal
habe sich auch die digitale Alarmierung erwiesen. Mehr
Personal fordert Elfers für die Landesfeuerwehrschule,
um den hohen Ausbildungsstandard höherer Dienstgrade
zu gewährleisten. Großereignisse wie der
Weltjugendtag 2005 in Köln oder die Fußball-WM
2006 dürften nicht zu einer Vernachlässigung
der Ausbildung führen.
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Der
neue Stadtjugendfeuerwehrwart Dirk Heiligtag
(2.von rechts) tritt die Nachfolge von Richard
Brockmann (2. von links) an, der ihm als Stellvertreter
auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.
Beide wurden durch den Leiter der Feuerwehr,
Wilhelm Kortlüke (rechts) für die
Dauer von sechs Jahren bestellt. Links: Jürgen
Brönstrup (stellv .Leiter der Feuerwehr).
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Die
Kameraden wurden zu Hauptfeuerwehrmännern,
Unterbrandmeistern, Oberbrandmeistern und Hauptbrandmeistern
befördert.
vorne v.l.n.r.: StBI Jürgen Brönstrup
(Stellv. Lt. d. Fw.), Rainer Faste (HBM), Holger
Mairose (HFM), Thomas Spreckelmeyer (UBM), Stefan
Sass (UBM) und KBM Wolfgang Elfers.
hinten v.l.n.r.: Frank Heiligtag (HFM), Klaus
Glombowski (UBM), Martin Reifenschneider (OBM),
StBI Wilhelm Kortlüke (Lt d. Fw.) und Bürgermeister
Brönstrup.
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Für
die Teilnahme an Lehrgängen und Fortbildungen
am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster
danken die Wehrführung (vorne links) und
der Bürgermeister (rechts) diesem Feuerwehrleuten.
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| Kreisbrandmeister
Wolfgang Elfers |
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Beförderung
zu Feuerwehrmännern/-frauen und Oberfeuerwehrmännern:
Vorne v.l.n.r.: Stefan Göpfert (OFM), Patrick
Asmus (FM), Dennise Prigge (FF), Manuel Frömberg
(FM), Andreas Drabinski (FM) und KBM Wolfgang
Elfers.
Hinten v.l.n.r.: StBI Jürgen Brönstrup
(stellv. Lt. d. Fw.) Thomas Tenberg (FM), Thorsten
Kirchhoff (OFM), Frank Deepe (OFM), Matthias Völker
(FM), Matthias Piechocki (FM), StBI Wilhelm Kortlüke
(Lt. d. Fw.) und Bürgermeister Brünstrup.
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Ehrung
für 25 jährige und 35 jährige Dienstzeit
bei der Feuerwehr:
Norbert Minnerup und Dieter Pasch (3. und 4. v.r.)
erhielten das Feuerwehrehrenzeichen in Silber
für 25 jährige Dienstzeit. Peter Esfeld
(3.v.l.), Georg Helmig (5.v.l.) und Heinz-Jürgen
Leonhard (5.v.r.) wurden für 35 jährige
Dienstzeit das Feuerwehrehrezeichen in Gold ausgezeichnet.
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