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Herbstübung 2004: „Chlorgasaustritt“ und „ein eingeklemmter Landwirt“

Text & Fotos: Jürgen Birgoleit Westfälische Nachrichten

Gestern Abend erschwerte Bedingungen für Herbstübung der Wehr

Blaulicht, Sirenen und viele rote Autos in Wallen-Lienen. Was war gestern Abend los in Wallen-Lienen? Tecklenburgs Freiwillige Feuerwehr hatte Herbstübung.

Protokoll eines schnellen, effektiven Einsatzes, der erstmals Freitagabend stattfand und einmal mehr die Schlagkraft der heimischen Wehr unter Beweis stellte:
17.02 Uhr ist Alarmierung. Angenommenes Szenario: Chlorgasaustritt am Wasserwerk mit vier Verletzten. Damit nicht genug: Zeitgleich gerät ein Landwirt unter das Tonnengewicht hinter seinem Trecker. Binnen Minuten rücken vier Löschzüge aller Ortsteile mit 85 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen aus. Es wimmelt vor Feuerwehrleuten, doch alles läuft koordiniert ab.

Die Brochterbecker sind als erste vor Ort. Die Einsatzleitstelle auf dem Hof Helmig besetzen Michael Schwakenberg und Michael Freundlieb, Einsatzleiter ist Brochterbecks Löschzugführer, Clemens Horstmann. Sofort bauen die Kameraden am Wasserwerk eine riesige Wasserwand auf. Austretendes Chlor würde im Ernstfall durch den Nebel gebunden.

Unter Vollschutz beginnen Andere zeitgleich mit dem Retten der Verletzten. Wenig später leuchten 1000-Watt-Strahler die Szenerie wirkungsvoll aus. Eine Motorpumpe sorgt für Wassernachschub. Die sensible Wasserwerk-Technik meldet schon „Druckabfall“, so viel geht durch die Schläuche.

Parallel gelingt es den Kameraden, den „Verletzten“ mit Hebekissen und Spreizer unter dem Betonklotz am Hof Greiwe zu bergen. Um 17.53 Uhr dreht die Wehr das Wasser ab – Einsatz beendet.

Stadtbrandinspektor Wilhelm Kortlüke äußert sich bei der anschließenden Manöverkritik auf dem Hof Helmig zufrieden mit dem Ablauf. Einziges Problem: Die Orientierung bei Nacht in der Bauerschaft ist nicht so einfach. Da reichen die Flurkarten nicht immer aus.
Wilfried Brönstrup dankt der Feuerwehr in seiner kurzen Ansprache. Er ist in Doppelfunktion da: Als Bürgermeister und als Verbandsvorsteher des Wasserversorgungsverbandes.


 

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