Gestern Abend erschwerte
Bedingungen für Herbstübung der Wehr
Blaulicht, Sirenen und viele rote Autos in Wallen-Lienen.
Was war gestern Abend los in Wallen-Lienen? Tecklenburgs
Freiwillige Feuerwehr hatte Herbstübung.
Protokoll eines schnellen, effektiven Einsatzes, der
erstmals Freitagabend stattfand und einmal mehr die
Schlagkraft der heimischen Wehr unter Beweis stellte:
17.02 Uhr ist Alarmierung. Angenommenes Szenario: Chlorgasaustritt
am Wasserwerk mit vier Verletzten. Damit nicht genug:
Zeitgleich gerät ein Landwirt unter das Tonnengewicht
hinter seinem Trecker. Binnen Minuten rücken vier
Löschzüge aller Ortsteile mit 85 Einsatzkräften
und 14 Fahrzeugen aus. Es wimmelt vor Feuerwehrleuten,
doch alles läuft koordiniert ab.
Die Brochterbecker sind als erste vor Ort. Die Einsatzleitstelle
auf dem Hof Helmig besetzen Michael Schwakenberg und
Michael Freundlieb, Einsatzleiter ist Brochterbecks
Löschzugführer, Clemens Horstmann. Sofort
bauen die Kameraden am Wasserwerk eine riesige Wasserwand
auf. Austretendes Chlor würde im Ernstfall durch
den Nebel gebunden.
Unter Vollschutz beginnen Andere zeitgleich mit dem
Retten der Verletzten. Wenig später leuchten 1000-Watt-Strahler
die Szenerie wirkungsvoll aus. Eine Motorpumpe sorgt
für Wassernachschub. Die sensible Wasserwerk-Technik
meldet schon „Druckabfall“, so viel geht
durch die Schläuche.
Parallel gelingt es den Kameraden, den „Verletzten“
mit Hebekissen und Spreizer unter dem Betonklotz am
Hof Greiwe zu bergen. Um 17.53 Uhr dreht die Wehr das
Wasser ab – Einsatz beendet.
Stadtbrandinspektor Wilhelm Kortlüke äußert
sich bei der anschließenden Manöverkritik
auf dem Hof Helmig zufrieden mit dem Ablauf. Einziges
Problem: Die Orientierung bei Nacht in der Bauerschaft
ist nicht so einfach. Da reichen die Flurkarten nicht
immer aus.
Wilfried Brönstrup dankt der Feuerwehr in seiner
kurzen Ansprache. Er ist in Doppelfunktion da: Als Bürgermeister
und als Verbandsvorsteher des Wasserversorgungsverbandes.
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